Wir sind stark! - Von der Polizei für Jugendliche gegen Gewalt

Als Schulsozialarbeiterin ist es meine Aufgabe, den Bereich des Sozialen Lernens der Schülerinnen und Schüler zu unterstützen und auszubauen.

Das Hildegard-von-Bingen-Gymnasium Twistringen führt regelmäßig die “Lions-Quest-Tage“, ein Programm zum Sozialen Lernen für die Jahrgänge 5 – 10, durch. Diese Hilfen auf dem Weg zum Erwachsenwerden halte ich für die Entwicklung der Persönlichkeit der Kinder und Jugendlichen für sehr wichtig.

Die Schülerinnen und Schüler sind im 6. Jahrgang in der Schule „ angekommen“, sie sind nicht mehr die Kleinen. Sie können nun ihren Blick auf die Klassengemeinschaft richten. Das Herstellen von Kontakten, das Aufeinanderzugehen, das Finden und Aufrechterhalten von Beziehungen und das Austragen von Konflikten sind Fertigkeiten, die nicht alle Schüler gleichermaßen beherrschen. Ein konstruktives Zusammenleben und Arbeiten als Klasse sollten alle kennen- und verstehen lernen und die Grundregeln des Umgangs miteinander akzeptieren.

In diesem Rahmen konnte ich Herrn Ingo Müller, Fachbereich Jugend der Polizei in Syke, gewinnen, um das Programm „Wir sind stark“ an unserer Schule durchzuführen. Das Programm ist für die 6. Klassen entwickelt und dauert zwei Vormittage.

Die Ziele dieses Programms sind:

Die Gemeinschaft wird gefördert durch

  • Verbesserung der Kommunikation
  • Integration und Toleranz
  • Empathiefähigkeit
  • selbst erarbeitetes akzeptiertes Regelwerk

Das Vertrauen in die Gruppe wird gefördert durch

  • gemeinsame emotionale Erfahrungen
  • Erfahrungen in Grenzsituationen
  • kurzzeitige Abgabe der Kontrolle
  • Übernahme von Verantwortung

Zivilcourage wird gefördert durch

  • Sensibilisierung für Notsituationen
  • Erkennen der Notwendigkeit couragierten Handelns
  • Erlernen eines optimalen Opfer – und Helferverhaltens
  • Vermittlung eines adäquaten Zeugenverhaltens

Anti-Gewalt-Strategien werden gefördert durch

  • Verdeutlichen der verschiedenen Formen von Gewalt
  • Sensibilisieren für Opferempfinden
  • Sensibilisieren für die Verletzlichkeit des menschlichen Körpers
  • Erkennen Eskalation fördernder Faktoren in Auseinandersetzungen
  • Aufzeigen von Handlungsalternativen.

Solche Kompetenzen helfen, „Nein“ zu sagen zu psychischen und physischen Gefährdungen und eine Frustrationstoleranz zu bilden.

Die Durchführung dieser Vormittage geschieht in Absprache und Zustimmung der Schulleitung und den Klassenlehrern. Die Klassenlehrer nehmen an den beiden Vormittagen teil.

Veranstaltungsort ist das Pfarrzentrum der katholischen Kirchengemeinde St. Anna, Twistringen. So haben wir einen Ort außerhalb der Schule, mit entsprechender Größe.

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