20190219

Nicht sicher genug ist der Mörsener Kirchweg für Fußgänger und Radfahrer. Der Ortsrat hat beschlossen, den Laternenbetrieb an zwei Stellen dauerhaft zu schalten. Foto: Wilke

Nach Verkehrszählung: Vorerst keine Ampel am Einkaufsmarkt, Leerrohre sollen trotzdem verlegt werden

Mörsen - Von Theo Wilke. „Wir befürworten nach wie vor die Installation eines Kreisels im Bereich der B51 und der Nienburger Straße“, betont Mörsens Ortsbürgermeister Jens Bley nach der jüngsten Sitzung des Ortsrates. Diese wiederholt geäußerte Forderung steht im Zusammenhang mit der geplanten Sanierung der Bundesstraße ab 2020 im Twistringer Stadtgebiet.

 Nach Bleys Angaben wurde inzwischen eine Verkehrszählung an der B  51 in Höhe des Netto-Marktes und Kögler Straße vorgenommen. Das ernüchternde Ergebnis: „Die vorliegenden Zahlen sind aus Sicht der Straßenverkehrsbehörde nicht belastbar, um dort eine Ampel zur Querungshilfe zu installieren“, berichtet der Ortsbürgermeister. Der Ortsrat habe aber seinen Beschluss erneuert, im Zuge der Sanierungsarbeiten durch Land und Bund entsprechende Leerrohre zu verlegen, um möglicherweise nachträglich eine Ampel installieren zu können.
 

Der Ortsrat hat sich mit dem Vorhaben eines Investors beschäftigt, der im Bereich Bundesstraße und Straße Am Brink neue Wohnungen bauen möchte. Dafür muss der Flächennutzungsplan der Stadt Twistringen geändert werden. Der Ortsrat begrüßt das Projekt und sieht darin eine Aufwertung des Gebietes. Mit der einstimmigen Beschlussempfehlung ist die Bedingung verbunden, den Abriss der vorhandenen Werkhalle festzuschreiben.

Ein weiteres Thema ist der angekündigte Bau eines Göpels im Umfeld der Mörsener Schützenhalle. Der Vorstand der Schützen, so Jens Bley, habe bereits beschlossen, den Göpel zu errichten. Der Ortsrat werde planen und an der Umsetzung beteiligt sein. Finanziert wird der Göpel über Zuschüsse vom Landkreis und über Sponsorengelder.

Naturweg soll benannt werden

Der zukünftige Bienenlehrpfad (wir berichteten) wird, wie vom Gymnasium Twistringen vorgeschlagen, beschildert. Laut Bley werden die Hinweise vom städtischen Bauhof vermutlich bis zum Monatsende aufgestellt.

Nicht einig war sich der Ortsrat nach einem Vorschlag aus den eigenen Reihen und einer intensiven Debatte, dem Naturweg zwischen Mörsener Kirchweg und Mohnstraße einen Namen zu geben. Dieser Weg wird Teil des Bienenlehrpfades sein. Er soll trotzdem öffentlich kenntlich gemacht werden, möglicherweise mit einem Hinweisschild.

Schotterweg wird als Abkürzung zur B51 genutzt

Nicht zum ersten Mal war die mögliche Änderung der Verkehrsführung auf der Mohnstraße ein Diskussionspunkt: Es geht um den nicht ausgebauten, sondern nur mit Schotter befestigten Abschnitt vom Neubaugebiet Mohnstraße bis zur Vechtaer Straße. Der vordere Bereich vom Mörsener Kirchweg bis zum Neubaugebiet ist dagegen ausgebaut. Der Ortsbürgermeister: „Nach Auffassung der Stadtverwaltung hat der Schotterweg keine verkehrskonzeptionelle Bedeutung, dennoch wird die Straße als Abkürzung zwischen Vechtaer Straße und B 51 genutzt.“ Beim Befahren entstehe eine hohe Staubentwicklung, die vor allem den Bewohnern des Neubaugebietes zu schaffen mache.

Schließlich hat der Ortsrat für eine alternative Verkehrsführung gestimmt. Dazu gibt es zwei Vorschläge: eine Verengung im Bereich des Regenrückhaltebeckens zur Reduzierung der Geschwindigkeit oder Sperrung des Straßenabschnitts mit einem umklappbaren Poller. Der landwirtschaftliche Verkehr könnte von der Vechtaer Straße aus weiter zur Dorfstraße fahren, heißt es. Die Bewohner des Neubaugebietes müssten über den Mörsener Kirchweg anfahren.