Gegen die Verschärfungen der Arbeitsbedingungen
Keine Arbeitszeitverlängerung für Gymnasiallehrerinnen und –lehrer
Für ein starkes Hildegard-von Bingen-Gymnasium Twistringen
im Zusammenwirken von Schülern, Eltern und Lehrern
Eine erste Information der Schulleitung und des Kollegiums zur derzeitigen schulpolitischen Debatte,
Sehr geehrte Eltern,
wie Sie sicher den Medien bereits entnehmen konnten, hat die Landesregierung beschlossen, die Unterrichtszeit der Gymnasiallehrer zu erhöhen und die Altersermäßigung zu kürzen bzw. zu streichen.
Die niedersächsische Kultusministerin Frauke Heiligenstadt nennt diese weitere Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung eine „Arbeitszeitverschiebung“. Auch aus diesem Grund haben sich anfangs zahlreiche Hannoveraner Gymnasien entschlossen u.a. Klassenfahrten auszusetzen. Inzwischen ist der Großteil der niedersächsischen Gymnasien – und zum Teil auch anderer Schulformen – diesem Beispiel gefolgt. Zudem haben Petitionen, Leserbriefe, Briefe an und Diskussionsveranstaltung mit Abgeordnete(n) und Demonstrationen (auch von Eltern- und Schülerseite) bislang die seit Juli geplante Maßnahme begleitet.
Auch das Lehrerkollegium am Hildegard-von-Bingen-Gymnasium Twistringen hat am 9. Dezember Maßnahmen verabschiedet, um sich gegen die Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung und auch gegen die damit verbundene Reduzierung der Unterrichtsqualität zur Wehr zu setzen, indem es sich mit anderen Kollegien solidarisch erklärt und bis auf Weiteres keine Klassenfahrten mehr durchführen wird und nicht verpflichtende außerunterrichtliche Aktivitäten aussetzt.
Mit dem Protest möchten wird auf die Konsequenzen für die Schulform Gymnasium hinweisen.
Konkret bedeutet das: Eine Unterrichtsstunde mehr für jede Lehrkraft heißt für unsere Schule z.B., dass zwei Lehrkräfte eingespart werden und deren Arbeit für die Schülerinnen und Schüler von anderen Lehrkräften zusätzlich übernommen werden muss.
Dieser Protest soll Anlass zur Aufklärung über die wahre Arbeitszeit und Belastung von Lehrkräften am Gymnasium geben, außerdem möchten wir erreichen, dass Gymnasiallehrkräfte gemeinsam mit Ihnen als Eltern und Schülerinnen und Schülern weiterhin gegenüber der Politik auf die Tatsache aufmerksam machen, dass mit diesem Landesregierungsbeschluss wieder einmal die Schulform Gymnasium geschwächt wird.
Diese Maßnahmen werden von der Schulleitung unterstützt, es wird aber auch betont, dass den Schülerinnen und Schülern unterrichtsseitig in dieser Zeit kein Nachteil entstehen wird.
Wir laden ein zu einem Informationsabend am Montag, dem 13.01.2014 um 19.30 Uhr.
Er soll Folgendes verdeutlichen:
Welchen besonderen Einsatz leistet das Kollegium des HvB-Gymnasiums für das derzeitige Schulprofil? Wie genau sieht der Protest aus? Was bedeutet die Stundenerhöhung für unsere Schule? Wie können Eltern den Protest des Kollegiums unterstützen zum Erhalt der Bedingungen für die Schulform Gymnasium und damit für die positive Weiterentwicklung des HvB Gymnasiums?
Wir möchten uns gemeinsam mit Eltern und Schülern für unser Gymnasium und die Schulform Gymnasium stark machen.
Wir benötigen jetzt Ihre Unterstützung!!
Für die Mitarbeitervertretung : Axel Meyer Martin Lütjen (Schulleiter)
Hinweis: Auch im Namen des Vorsitzenden des Schulelternrates, Herrn Stefan Block, wird die Einladung zum Informationsabend ausgesprochen.