Für viele im Unterricht verwendete Bücher stehen inzwischen eBooks zur Verfügung. Ihr Einsatz ist nicht immer sinnvoll, bietet jedoch häufig Vorteile durch ergänzende Materialien (z. B. Audio- oder Videodateien). Die Entscheidung über den jeweiligen Einsatz trifft die Fachkonferenz.
Insgesamt hat sich gezeigt, dass in fast allen Fächern mit digitalen Schulbüchern gearbeitet wird. Dies hat den Vorteil, dass die Bücher jederzeit verfügbar sind, Arbeitsprozesse erleichtert werden (z. B. durch Markierungen oder die Übernahme in die digitale Mappe) und erweiterte Verlagsmaterialien genutzt werden können.
Die Mappe wird überwiegend digital geführt. Hierfür wird die App Notability verwendet. Dies hat sich als großer Vorteil erwiesen, da Bilder oder digitale Arbeitsblätter einfach eingefügt werden können.
Klassenarbeiten und Klausuren werden nach wie vor überwiegend analog geschrieben. Die Prüfungskultur befindet sich jedoch insgesamt im Wandel: Alternative Prüfungsformate mit stärker projekt- und prozessbezogenen Aufgaben gewinnen zunehmend an Bedeutung. Die Befürchtung, dass die Schreibfähigkeit verloren gehen könnte, ist im Übrigen unbegründet, da der elektronische Stift hauptsächlich zum Schreiben auf dem iPad genutzt wird.
In einigen Fächern werden spezifische Apps eingesetzt:
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit; weitere Apps befinden sich in der Erprobung. Zusätzlich werden iPad-Apps wie Pages, Numbers und Keynote sowie iMovie und BookCreator eingesetzt. Darüber hinaus kommen Online-Plattformen zum Einsatz, z. B. die Programmierumgebungen Scratch und Snap im Informatikunterricht.
Der Unterricht integriert die genannten Aspekte (eBooks, digitale Mappe, Apps), verläuft jedoch weiterhin ähnlich wie vor der Einführung der iPads. Dies schafft Sicherheit für Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler. Im Fachunterricht wird weiterhin nach dem Doppelstundenprinzip gearbeitet. Die Stunden werden in mehrere Phasen gegliedert (Einstieg, Erarbeitung, Sicherung, Vertiefung, Ausstieg).
Je nach Lerngruppe kann es mehrere Erarbeitungsphasen geben – insbesondere bei jüngeren Schülerinnen und Schülern, die mehr Abwechslung benötigen. Teilweise wird auch projektorientiert gearbeitet, wodurch die oben genannte Struktur aufgelöst wird. Unterschiedliche Medien kommen zum Einsatz; nicht jede Phase erfolgt mit dem iPad. Ebenso wechseln die Sozialformen zwischen Einzel-, Gruppen- und Plenumsphasen.
Unterricht ist eine komplexe Komposition, die an Lerngruppe und Inhalte angepasst werden muss. Eine fundierte Lehrerausbildung ist daher eine wichtige Voraussetzung für die Arbeit an unserer Schule. Digitale Medien ergänzen und erweitern den bestehenden Unterricht und können ihn abwechslungsreicher und interessanter gestalten sowie zu effizienteren Arbeitsprozessen und besseren Lernergebnissen führen. Dies geschieht jedoch nicht automatisch, sondern erfordert Engagement, Offenheit und kontinuierliche Fortbildung der Lehrkräfte. All dies findet an unserer Schule in hohem Maße statt, wie Rückmeldungen aus der Schulgemeinschaft sowie eigene Befragungen und Evaluationen zeigen. Auf das bisher Erreichte können wir stolz sein – wir sind auf einem guten Weg.